Michael Boder

Michael Boder

Michael Boder ist seit September 2008 Director Musical del Gran Teatro del Liceu in Barcelona. Er studierte an der Hamburger Musikhochschule und in Florenz. Anschließend war er Assistent von Michael Gielen an der Oper Frankfurt.
Mit 29 Jahren wurde er Generalmusikdirektor der Basler Theater und gastierte in Hamburg, München, Berlin, Köln, Zürich und London. Inzwischen dirigiert Michael Boder regelmäßig an der Wiener Staatsoper und an den Opernhäusern in Berlin, München, Kopenhagen, San Francisco und Tokio.

Zu den wichtigen Produktionen seiner Laufbahn zählen die Premieren an der Wiener Staatsoper (Bergs „Lulu“, Schönbergs „Die Jacobsleiter“ und Puccinis „Gianni Schichi“) sowie Wagners „Ring des Nibelungen“ an der Dresdner Semperoper wie auch in San Francisco, Wagners „Der fliegende Holländer“ in Berlin, San Francisco und Tokio. Als weitere wegweisende Produktionen sind Beethovens „Fidelio“ und Bergs „Wozzeck“ in Tokio, letzteres auch in Kopenhagen und San Francisco sowie „Moses und Aron“ bei der Ruhrtriennale in Bochum.
In Barcelona feierte er mit „Salome“ und „Khovantschina“ große Erfolge.

Michael Boders besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Musik. Er dirigierte zahlreiche Uraufführungen wie „Das Schloss“ von Aribert Reimann (Deutsche Oper Berlin), „Ubu Rex“ von Christof Penderecki und „Was Ihr wollt“ von Manfred Trohjahn (Nationaltheater München), „Der Riese vom Steinfeld“ von Friedrich Cerha (Staatsoper Wien), „Phaedra“ von Hans-Werner Henze, „Faustus" und „The last night“ von Pascal Dusapin (Staatsoper Berlin unter den Linden).
Zuletzt leitete er „Medea“ von Aribert Reimann an der Wiener Staatsoper.

Außerdem ist Michael Boder ein gefragter Konzertdirigent. Neben seiner Konzerttätigkeit in Barcelona  arbeitet er regelmäßig mit bedeutenden Ensembles wie den Berliner Philharmonikern, der Königlichen Kapelle Kopenhagen, dem Ensemble Modern, dem Orchester des österreichischen Rundfunks, den Wiener Symphonikern, dem Saitokinen Festival Orchestra, dem Philharmonic Orchestra Tokio und dem Symphony Orchestra Tokio. Künftige Pläne führen ihn unter anderem nach Wien, Kopenhagen, Weimar, Tokio, Brüssel und Berlin.