
György Kurtág
György Kurtág wird 1926 in Logoj, Rumänien, geboren. Nach ersten Unterrichtsstunden in Komposition bei Max Eisikovits schreibt er 1942 sein erstes eigenes Werk, die „piano suite“.
1946 studiert er die Fächer Komposition bei Sándor Veress und Ferenc Farkas, Klavier bei Pál Kadosa und Kammermusik bei Leó Weiner an der Ferenc Liszt Akademie für Musik.
1948 wird ihm die ungarische Staatsbürgerschaft zuerkannt. 1957 setzt Kurtág nach Abschluss der Hochschule seine Studien bei Marianne Stein in Paris fort und besucht außerdem Kurse bei Darius Milhaud, Olivier Messiaen und Max Deutsch.
In den Jahren 1960-1968 arbeitet er als Solo-Korrepetitor für die Ungarische Nationalphilharmonie und übernimmt eine Professur an der Ferenc Liszt Musikakademie in Budapest. Zunächst unterrichtet er Klavier, später Kammermusik. 1971 wird ihm im Rahmen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ein einjähriger Aufenthalt in West-Berlin ermöglicht.
In weiterer Folge erhält er für seine Arbeiten zahlreiche Preise, so 1973 den Kossuth Preis des Staates Ungarn, 1985 wird ihm der Titel „Officier des Arts et des Lettres“ des Staates Frankreich verliehen, weiters der Österreichische Staatspreis für Europäische Komponisten und der Denis de Rougemont Preis der European Festivals Association, sowie der Kossuth Preis für sein Lebenswerk, verliehen vom Ungarischen Staat (1996), das „Österreichische Ehrenzeichen“ der Republik Österreich und der Großen Musikpreis der Ernst von Siemens Stiftung (1998).
1987 wird er zum Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München sowie der Akademie der Künste, Berlin, ernannt.
1993 erhält er eine Einladung vom Wissenschaftskolleg zu Berlin, für zwei Jahre als Composer in Residence des Philharmonischen Orchesters nach Berlin zu kommen.
1995 verbringt er als Composer in Residence am Konzerthaus Wien, wo er im Rahmen von Meisterklassen auch unterrichtet.
1996 wird ihm eine Ehrenprofessur am Königlichen Konservatorium Den Haag zuerkannt; er wird überdies von mehreren Orchestern, Ensembles und Stiftungen eingeladen, zwei Jahre in den Niederlanden zu verbringen.
Es folgen weitere wichtige Auszeichnungen, darunter der John Cage-Preis (2003), der Goldene Löwe der Musik-Biennale von Venedig für sein Lebenswerk im Rahmen des 53. Internationalen Festivals für zeitgenössische Musik (2009) und schließlich der Zürcher Festspielpreis für sein Lebenswerk (2010).
