
Joanna Wozny
Geboren 1973 in Zabrze (Polen), lebt in Graz. Philosophiestudium an der Schlesischen Universität in Katowice (Polen). Kompositionsstudien bei Gerd Kühr und Beat Furrer (Kunstuniversität Graz); zusätzlicher Kompositionsunterricht bei Younghi Pagh-Paan. Diverse Preise und Auszeichnungen (u.a. Österreichisches Staatsstipendium, Andrzej-Dobrowolski-Stipendium des Landes Steiermark, Musikförderungspreis der Stadt Graz, Stipendium der Stefan-Batory-Stiftung/Warschau, Erste Bank Kompositionspreis 2010). Aufführungen bei Ultraschall-Festival Berlin, Warschauer Herbst, Musikprotokoll Graz (Steirischer Herbst), Klangspuren Schwaz, Wiener Mozartjahr 2006, SOUNDINGS (Austrian Cultural Forum London).
Zusammenarbeit mit RSO-Radiosymphonieorchester Wien, Münchener Rundfunkorchester, ensemble courage, Trio EIS, Ensemble Wiener Collage, mdi-ensemble milano, Ensemble PercussioNova, Sascha Armbruster und Ulf Schirmer.
Zusammenarbeit mit RSO-Radiosymphonieorchester Wien, Münchener Rundfunkorchester, ensemble courage, Trio EIS, Ensemble Wiener Collage, mdi-ensemble milano, Ensemble PercussioNova, Sascha Armbruster und Ulf Schirmer.
as in a mirror, darkly
Die konkrete klangliche und strukturelle Ausgestaltung meiner Stücke hat sich im Lauf der letzten Jahre immer wieder gewandelt. Neben ruhigen, in sich kreisenden Kompositionen stehen Stücke, in denen die Komplexität der Klänge und ihrer Kombinationen mehr vorangetrieben wurde und dadurch deutlich polyphonere, rhythmisch komplexere Texturen entstanden.
In meinem neuen Stück für das Klangforum Wien bewegen mich unter anderem Aspekte von „Verunreinigungen“, wie sie sich z.B. auf (alten) Filmstreifen durch Staubpartikel und Kratzer ergeben oder die sich einem zeigen, wenn man durch ein zerkratztes Glas schaut. Für mich waren in diesem Zusammenhang zwei Aspekte wichtig: Zum einen das Zufällige der Entstehung dieser Verunreinigungen (sie gehören sozusagen nicht dazu, sondern ergeben sich), zum anderen die Möglichkeit, dieses zufällig Entstehende zu thematisieren, indem man es in einen mehr oder minder leeren Raum projiziert.
Im Zentrum der Komposition steht dieses zufällig Entstehende in Form von punktuellen Ereignissen, die scheinbar ziellos verteilt, sozusagen relationslos im Raum schweben, während das musikalische Geschehen wie eingefroren ist.
(Joanna Wozny)
Die konkrete klangliche und strukturelle Ausgestaltung meiner Stücke hat sich im Lauf der letzten Jahre immer wieder gewandelt. Neben ruhigen, in sich kreisenden Kompositionen stehen Stücke, in denen die Komplexität der Klänge und ihrer Kombinationen mehr vorangetrieben wurde und dadurch deutlich polyphonere, rhythmisch komplexere Texturen entstanden.
In meinem neuen Stück für das Klangforum Wien bewegen mich unter anderem Aspekte von „Verunreinigungen“, wie sie sich z.B. auf (alten) Filmstreifen durch Staubpartikel und Kratzer ergeben oder die sich einem zeigen, wenn man durch ein zerkratztes Glas schaut. Für mich waren in diesem Zusammenhang zwei Aspekte wichtig: Zum einen das Zufällige der Entstehung dieser Verunreinigungen (sie gehören sozusagen nicht dazu, sondern ergeben sich), zum anderen die Möglichkeit, dieses zufällig Entstehende zu thematisieren, indem man es in einen mehr oder minder leeren Raum projiziert.
Im Zentrum der Komposition steht dieses zufällig Entstehende in Form von punktuellen Ereignissen, die scheinbar ziellos verteilt, sozusagen relationslos im Raum schweben, während das musikalische Geschehen wie eingefroren ist.
(Joanna Wozny)
