

Claudio Monteverdi/ Philippe Boesmans – Poppea e Nerone
Madrid, Teatro Real
Premiere am 12. Juni 2012
Krzysztof Warlikowski, Regie
Malgorzata Szczesniak, Kostüme
Nadja Michael und Sofia Soloviy, Poppea
Charles Castronovo, Nerone
Maria Riccarda Wesseling, Ottavia
William Towers, Ottone
Williard White, Seneca
Ekaterina Siurina, Drusilla
Lyubov Petrova, Virtur/ Palas
Elena Tsallagova, Fortune/ Dame
Serge Kakudji, Love
Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling
Madrid, Teatro Real
Premiere am 12. Juni 2012
Krzysztof Warlikowski, Regie
Malgorzata Szczesniak, Kostüme
Nadja Michael und Sofia Soloviy, Poppea
Charles Castronovo, Nerone
Maria Riccarda Wesseling, Ottavia
William Towers, Ottone
Williard White, Seneca
Ekaterina Siurina, Drusilla
Lyubov Petrova, Virtur/ Palas
Elena Tsallagova, Fortune/ Dame
Serge Kakudji, Love
Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling
Rezensionen
El PAIS, 14. Juni 2012
[...] Der musikalische Vorschlag ist außergewöhnlich. Cambreling verteidigt ihn in voller Überzeugung, Klarheit und Expressivität, und das Klangforum Wien zeigt sich makellos in der Ausführung. [...]
EL MUNDO, 13. Juni 2012
[...] Dirigent Cambreling führt das raffinierte Klangforum Wien mit Überzeugung, Sicherheit und Liebe zum Detail. [...]
el imparcial, online 13. Juni 2012
[...] und der französische Dirigent [Sylvain Cambreling] erntete, zusammen mit dieser für die Aufführung zeitgenössischer Musik berühmten Formation [Klangforum Wien], den unbestrittenen Applaus des Publikums. [...]
El PAIS, 14. Juni 2012
[...] Der musikalische Vorschlag ist außergewöhnlich. Cambreling verteidigt ihn in voller Überzeugung, Klarheit und Expressivität, und das Klangforum Wien zeigt sich makellos in der Ausführung. [...]
EL MUNDO, 13. Juni 2012
[...] Dirigent Cambreling führt das raffinierte Klangforum Wien mit Überzeugung, Sicherheit und Liebe zum Detail. [...]
el imparcial, online 13. Juni 2012
[...] und der französische Dirigent [Sylvain Cambreling] erntete, zusammen mit dieser für die Aufführung zeitgenössischer Musik berühmten Formation [Klangforum Wien], den unbestrittenen Applaus des Publikums. [...]
Poppea e Nerone UA
Als mich Gérard Mortier auf eine neue Orchestrierung von Monteverdis „Incoronazione di Poppea“ ansprach, wünschte er sich eine von einem heutigen Komponisten geschriebene Fassung. Ich habe ihm sofort geantwortet, dass ich kein Musikwissenschaftler sei und keine historische Rekonstruktion machen wolle.
Um das zu untermauern, schlug ich vor, Instrumente einzusetzen, die nichts mit der Zeit Monteverdis zu tun hatten, Klarinette, Klavier, Harmonium, Synthesizer etc., den Ablauf des Manuskripts, das nur aus melodischen Linien und einem nicht harmonisierten Bass besteht, jedoch melodisch oder harmonisch unverändert zu lassen.
Was mich bei der Arbeit an diesem Manuskript sofort verblüfft hat, ist seine besondere Dramaturgie von Melodik und Rhythmik. Denn jede Figur wird durch melodische Modi und Wendungen charakterisiert. Es war mir sofort klar, dass man daran nichts ändern dürfe. Die Methode, jeder Figur durch eine eigene melodische Linie einen klar festgelegten Charakter zu geben, hat mich persönlich bei meinen eigenen Opern sehr inspiriert.
Ich musste die Partitur auch rhythmisch organisieren: durch die Tempi und ihren organischen Bezug zueinander. Am freiesten fühlte ich mich bei der Orchestrierung des Basso Continuo. Zu einer Dramaturgie für das Orchester versuchte ich durch das Abwechseln von Instrumenten jener Zeit, wie etwa Cembalo oder Orgelpositiv, mit ihrem synthetisch erzeugten Gegenstück zu gelangen (Wechsel und Mischung von Echtem und Falschem).
All diese Mischungen und das Überbordende auf der instrumentalen Ebene waren für mich eine Art, heute barock zu sein. Ich freue mich sehr, dass diese Bearbeitung von einem Ensemble für Zeitgenössische Musik, dem Klangforum Wien, unter der Leitung von Sylvain Cambreling, der mich bei dem Projekt sehr unterstützt hat, aufgeführt wird.
(Philippe Boesmans)
Um das zu untermauern, schlug ich vor, Instrumente einzusetzen, die nichts mit der Zeit Monteverdis zu tun hatten, Klarinette, Klavier, Harmonium, Synthesizer etc., den Ablauf des Manuskripts, das nur aus melodischen Linien und einem nicht harmonisierten Bass besteht, jedoch melodisch oder harmonisch unverändert zu lassen.
Was mich bei der Arbeit an diesem Manuskript sofort verblüfft hat, ist seine besondere Dramaturgie von Melodik und Rhythmik. Denn jede Figur wird durch melodische Modi und Wendungen charakterisiert. Es war mir sofort klar, dass man daran nichts ändern dürfe. Die Methode, jeder Figur durch eine eigene melodische Linie einen klar festgelegten Charakter zu geben, hat mich persönlich bei meinen eigenen Opern sehr inspiriert.
Ich musste die Partitur auch rhythmisch organisieren: durch die Tempi und ihren organischen Bezug zueinander. Am freiesten fühlte ich mich bei der Orchestrierung des Basso Continuo. Zu einer Dramaturgie für das Orchester versuchte ich durch das Abwechseln von Instrumenten jener Zeit, wie etwa Cembalo oder Orgelpositiv, mit ihrem synthetisch erzeugten Gegenstück zu gelangen (Wechsel und Mischung von Echtem und Falschem).
All diese Mischungen und das Überbordende auf der instrumentalen Ebene waren für mich eine Art, heute barock zu sein. Ich freue mich sehr, dass diese Bearbeitung von einem Ensemble für Zeitgenössische Musik, dem Klangforum Wien, unter der Leitung von Sylvain Cambreling, der mich bei dem Projekt sehr unterstützt hat, aufgeführt wird.
(Philippe Boesmans)
